Re: CO2(Date: Fri, 23 Feb 2007 13:20:48 +0100
)
Newsgruppe: at.freizeit.auto
Hermann Gräf wrote:
> On Thu, 22 Feb 2007 22:26:25 +0100, Peter Renner
> wrote:
>> Aber man kann Antworten á la "willst Du Egoist etwa die ganze Welt zerstören"
>> auf Fragen "Wie ungesund/störend ist X" durchaus den ihnen zustehenden
>> Relevanzgeahlt zuordnen und die Diskutanden um eine relevantere Aussage
>> zur Frage bitten.
> Hast du dazu eine Msg-iD?
Legionen von MsgIDs, erinnerlicher sind aber die Termini die mir
zur simplen Frage "Wie ungesund/störend ist X" entgegengeworfen wurden,
vermutlich um sich vor der einzig richtige Antwort zu drücken und aber
mein Sakrileg nicht unwidersprochen stehen zu lassen:
ich(!) "sei ein pathologischer Solipsist" (die Dose Altöl war ja
vermutlich nicht damit gemeint)
"wenn das alle täten"
"Altöl in's Klo schütten ist OK" ist kein differenzierter Standpunkt.
(besonders pikant, wenn einer gerade dabei ist es zu differenzieren)
"Generalprävention und Spezialprävention" seine mir wohl unbekannt
oder in der Vergangeheit:
"Öl in´s Wasser -> Fische hin."
Obige "Antworten" mögen im passenden Kontext durchaus stimmen,
haben aber nix mit meine tatsächlichen Frage zu tun, sondern eher
mit gewagten Folgerungen die rücksichtislose Ignoranten aus einer
Antwort auf die von mir gestellte Frage produzieren könnten.
("ja wenn des sogar der Gräf so sieht hat der Renner ja recht und
alle können wir ...", man weiß ja nicht welche Individuen so mitlesen)
Der Sinn der berühmten Frage ist klarerweise nur, anhand eines
Extrembeispiels zu zeigen, daß adequate Regeln/Verbote nie und
nimmer sinnvoll nur nach dem Tatbestand an und für sich sondern
immer - auch bei scheinbar extremen, scheinbar nur schwarz/weiss
lösbaren Fragen - nur unter Berücksichtigung des realen Effekts
erlassen werden sollten. (siehe Feinstaub Artikel im Standard)
Natürlich würde ich auf ein "hast recht, 1l Altöl ins Klo kann im
Wiener Abwasser keiner messen und es hat auch nicht mal theoretisch
einen bösen Effekt" niemals verlangen, dass daher gefälligst _alle_
täglich _Unmengen_ von Altöl in alle Klos und Flüsse schütten sollen.
(ich nehm mal an so weit hattest du's eh kapiert)
Die Konsequenz aus der einzigen richtigen Antwort wäre die Erkenntnis,
dass praktisch alles in verschwindendem Ausmaß getan egal ist und
ebenfalls praktisch alles exzessiv getan katastrophal ist.
Nur mit dieser Erkenntnis kann man alle "Schwarz/Weiss" Probleme
mit Entwurf einer Bunten Lösung behandeln. Mit dieser Erkenntnis
könnte ein Reflex einhergehen bei einer von jemand als nötig
akklamierten SchwarzWeiss "Lösung" nachzugrübeln ob es nicht doch
eine Bunte Alternative gäbe...
(wie man vermuten kann ist dieser Reflex integraler Bestandteil
meiner Persönlichkeit :)
Auch wenn man sich zB täglich über den Kinderwagen störende (=illegal
geparkte) Fahrräder ärgert sollte man in der Lage sein ein intelligentes
Regelwerk zu entwerfen und nicht dumb "g'heart ollas vaboten" schreien.
Das ist der Grund, warum ich, obwohl zeitlebens Nichtraucher, bei den
weiter oben im Thread geforderten "Lösungen" nicht mitjuble. Ich poste
dort allderings auch kaum, da ich beim Raucherproblem leider noch keine
Bunte Lösung entdeckt habe. ("nur vorm Lokal rauchen" ist irgendwie
hart..)
P.