Re: Subjektives zu schnell fahren
(Date: Sat, 3 Jan 2004 14:10:05 +0100 )
Newsgruppe: de.etc.fahrzeug.auto

Egon Mang wrote:
> Glaube mir.
> Meine Realität unterscheidet sich da nicht von der anderer.
Darum die Beschwerden?
> Würdest du mit verbunden Augen mit mir fahren wärst du dir sicher,
> dass ich nicht 4 Wochen den B-Führerschein habe, sondern wesentlich
> länger.
> Das war es, was ich berichtigen / ergänzen wollte:
> Sobald ein Mitfahrer da ist wird immer eine konstante Geschwindigkeit
> gefahren, ohne eine merkliche Beschleunigung. Das Bremspedal kommt auf
> Strecken von 20 km und mehr teilweise nicht einmal zum Einsatz, weil
> dies einfach vorrausschauend mit Gas geben / Gas wegnehmen geregelt
> wird.
> Bis jetzt habe ich ausnahmslos gehört: "Mit dir fahre ich gerne", und
> die Leute sind auch immer wieder eingestiegen.
Warum aber beschweren sich die Leute dann?
>> Was den Kickdown angeht: lass es! Wirklich, das wirkt gerade auf
>> Leuten mit
>> mehr Erfahrung nur peinlich und unreif. Den Kickdown benutzt man
>> einfach nicht zum normalen Beschleunigen,
> Dies stimmt, dass dies erfahrene Fahrer so machen.
> Wenn ich mich dran erinnere: Bin ja oft mit meinem Vater im Explorer
> gefahren, und habe nie gewusst, dass der Explorer so eine Power hat.
> (War ich wesentlich jünger. Ist glaube ich schon die 3. Generation
> Explorer die als Firmenwagen bei der Firma meiner Eltern verfügbar
> ist). Er hatte ihn einfach nie, und ausnahmslos nie benutzt. Bis zu
> einer Situation, wo er auf Grund eines Idioten dazu gezwungen wurde.
> Da war ich doch schon verwundert woher das Auto die Power nimmt.
Warum machst Du das dann nicht genauso?
> Sehe ich auch so, und tue ich auch exakt so. (Dachte das hätte ich
> klar gestellt in meiner Antwort).
> Jedoch ging es hauptsächlich darum, dass ich alleine gerne mit
> Kickdown fahre, weil es einfach ein irres Gefühl ist. Ich sollte
> vielleicht Düsenjetflieger oder so etwas werden.
Glaub mir, Strahlflugzeugführer zu werden stellt sehr hohe Anforderungen
nicht nur an das Können sondern auch an den Charakter. Selbstüberschätzung
und Draufgängerei ist da absolut fehl am Platz und wird unnachgiebig
ausgesiebt. So wie Du offensichtlich dem Rausch der Geschwindigkeit erlegen
bist (was prinzipiell nichts Schlechtes ist, sofern man damit umgehen kann)
wärst Du garantiert schon nach der psychologischen Befragung wieder
draussen, das kann ich Dir versichern...
Mal abgesehen davon sollte als Motivation für so eine Berufswahl schon etwas
mehr als Freude an der Geschwindigkeit dahinterstehen. Zumal im schlimmsten
Fall Deine Eltern die zweifelhafte Ehre haben könnten, Deinem Sarg das
letzte geleit zu geben...
> Das stimmt, und ich möchte sicher nicht dazu gehören.
> Ich habe mich falsch ausgedrückt: Bremsbereit ist mit Fuß über
> Bremse,
Dann kannst Du aber nicht beschleunigen...
> und Kupplung (wenn vorhanden) definiert.
> Ich hatte dies in diesem Zusammenhang anderst gemeint: Auch wenn ich
> stark beschleunige rechne ich immer noch mit eventuellen Autos die
> aus einer Seitenstraße komme, oder sich öffnende Türen oder Fußgänger.
Das ist aber nicht das, was mit "bremsbereit" gemeint ist...
>> Das mit Sicherheit. Ein Tipp meinerseits: nimm _nicht_ Deine
>> ESP-bewehrte A-Klasse mit, sondern möglichst ein Fahrzeug ohne ESP.
>> Der Explorer z.B. hat
>> AFAIR kein ESP, schalte aber unbedingt den Allradantrieb vorher ab...
> Allradantrieb lässt sich nicht abschalten. Es gibt nur Sachen wie "4x4
> Auto", "4x4 High", "4x4 Low".
> "Auto" ist das niedrigste was sich einstellen lässt.
Also permanenter Allrad mit automatischen Differentialsperren...
> Da schalten sich
> dann halt alle 4 Räder zu, wenn ein Rad durchdreht.
> Habe ja keine Ahnung was "Achse sperren" heißt, oder was ein
> "Differential" ist, weiß daher nicht was da noch passiert.
Das sollte man aber in der Fahrschule lernen...
> Ich glaube wir ham noch nen 2002er Benz Kombi. Waren die auch schon
> mit ESP ausgestattet? Bin den noch nicht gefahren weiß es daher gar
> nicht.
Mit Sicherheit mit ESP. Aber AFAIR kann man das ja bei Mercedes auch abschal
ten...
Benjamin